Fränzi

Ich, Fränzi, bin am 2. Februar 1963 als zweites von sechs Kindern geboren. Aufgewachsen bin ich auf einem Bauernhof in einem kleinen Dorf im Züricher Weinland in der Schweiz. Mit meinen Geschwistern verstand ich mich nicht immer gut und auch sonst fühlte ich mich oft allein, missverstanden und abgelehnt. (Im Erwachsenenalter hat sich das dann geändert und wir haben gute Zeiten zusammen.) Mit Fleiß, Zuverlässigkeit und guten Schulnoten versuchte ich Anerkennung zu bekommen, was auch teilweise funktionierte, doch die Leere in meinem Herzen auf Dauer nicht erfüllte. Im Kindergottesdienst, zu dem wir alle traditionsgemäß geschickt wurden, hörte ich von Gott und seinen Geboten. Mit dreizehn fing ich an regelmäßig in der Bibel zu lesen, betete und versuchte die Gebote zu halten, danach zu leben. Doch dieses Leben aus eigener Kraft brachte mir nicht den inneren Frieden, nach dem ich mich sehnte. Im Gegenteil, es ließ die Frage nach dem Sinn und Zweck des Lebens nur noch größer werden, weil ich merkte, dass ich mit meinem Tun, meinen Anstrengungen nie den Ansprüchen Gottes genügen kann. Sie führten nur zur Selbstgerechtigkeit mit allen negativen Konsequenzen, nicht aber zu Frieden und Ruhe im Herzen. Dadurch war ich lange Zeit für die Menschen um mich her nicht der angenehmste und verständnisvollste Kamerad. So kämpfte ich einige Jahre, bis ich mit 17 Jahren endlich begreifen durfte, um was es Gott eigentlich ging. Er wollte nicht, dass ich mich zu Ihm hocharbeite, sondern Er selbst kam zu mir. Jesus Christus ist der Weg zu Gott, zum Frieden. Er hat meine Schuld, die mich von Gott trennte und die ich nie abarbeiten konnte, von mir genommen. Er hat dafür mit seinem Leben am Kreuz bezahlt, mir vergeben und ewiges Leben geschenkt. Damit hat Er die Leere in meinem Herzen ausgefüllt und meinem Leben Sinn und Ziel gegeben. Gleichzeitig hat er mir auch den Wunsch und das Verlangen ins Herz gelegt, anderen Menschen von Ihm zu erzählen und von dem, was Er nicht nur für mich, sondern für jeden Menschen getan hat. Das ist sozusagen mein „Background“, das, wo ich herkomme…Aber die Geschichte, das Leben geht weiter… Mit 16 habe ich die Schule abgeschlossen, habe dann die bäuerliche Haushaltslehre gemacht, war ein Jahr im Welschland und habe danach Krankenschwester gelernt. Mit 23 ging ich für drei Jahre nach Mitteldeutschland, in Nähe von Detmold, wo ich eine Bibelschule (Brake) besuchte. In dieser Zeit lernte ich Klaus kennen. Wir waren in der gleichen Klasse und heirateten ein Jahr nach Absolvierung der Schule. Wir lebten knapp etwas mehr als zwei Jahre in schwenningen, wo wie halbtags in unseren Berufen arbeiteten und halbtags in der Gemeinde dienten. Dann ging es als Kanditaten zur DMG (jetzt: dmg-nterpersonal). Nach der sechs monatigen Vorbereitungszeit wurden wir als Missionare angenommen, aber das Lernen ging weiter. Im Herbst 1992 flogen wir zusammen mit unserem vier Moate alten Sohn, für weitere zweieinhalb Jahre Vorbereitung nach Amerika. Unsere Partnermission NTM (jetzt: ethnos 360) bereitete uns auf einen Einsatz im Dschungel von Südamerika vor. In dieser Zeit in Amerika kam auch unser zweiter Sohn zur Welt. In Südamerika kamen wir aber nie an, weil es politisch unmöglich geworden war in unser Zeilland einzureisen. Aber Gott ist treu und führt e uns weiter mit NTM auf einen anderen Kontinent, in ein anderes Land: nach Russland. Genauer in den Kaukasus, in die Stadt Krasnodar. Im Herbst 1996 kamen wir bei Nacht und Regen auf dem Flughafen in Karasnodar an. Wir blieben 13 Jahre dort. Mit eingerechnet ist da ein Jahr Heimatdienst in der Mitte. Nach dem Erlernen der Sprache halfen wir in einer Gemeindegründung mit. In dieser Zeit kam dort in Krasnodar unser dritter Sohn zur Welt. In der zweiten Hälfte unserer zeit in Krasnodar betreuten wir ein Team von Studenten vom BLTC. Es waren einheimische Christen, die für die Missionsarbeit in unerreichten Gebieten in Russland ausgebildet wurden. Paralell dazu halfen wir unseren Geschwistern Kleinbetriebe aufzubauen um sich und ihre Familien versorgen zu können. Natürlich waren das vor allem Klaus Arbeistgebiete, aber ich unterstützte ihn, soweit es mir neben dem Haushalt und den Kindern und Fernschule her möglich war. Ab August 2009 sind wir nun in Rostock. Hier haben wir mit einem kleinen Team von Gläubigen eine kleine Gemeinde aufgebaut, die im Jahre 2018 soweit gediehen und selbständig geworden war, dass sie den Gemeindegründer nicht mehr benötigte. So „zogen wir weiter“ in neue Dienste und überließen die Gemeinde einem Pastor, der sie nun weiter führt und betreut. Wir haben uns einem neuen Gründungsprojekt angeschlossen. Verantwortung haben wir für das Projekt nicht, halfen aber gerne mit, wo wir können. Mit-Verantwotung haben wir für eine Integrationsarbeit. Wir arbeiten mit Flüchtlingen und helfen ihnen, wo immer sie Hilfe benötigen. Babei beten wir dass sie von Jesu Liebe erreicht werden und wir Leucht-wegweiser sind…. Über unsere Arbeit in Rostock gibt es unter „Tätigkeit“ fortlaufend Berichte und in der Galerie immer wieder Fotos. Die Infobriefe berichten immer über die neueseten Ereignisse/Pläne und Gebesanliegen.